Bearbeitet aus http://gallery.yopriceville.com/Abstract/High-Speed_Internet#.VPoXA_mG-Vo und https://s.w.org/about/images/logos/wordpress-logo-simplified-rgb.png

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Ein schneller WordPress Blog ist definitiv eine tolle Sache, denn nicht nur Besucher haben dann mehr Freude daran, sich durch Posts zu klicken, sondern auch man selbst als Admin und wandert ganz nebenbei noch in den Suchergebnissen von Suchmaschinen aufgrund einer kurzen Ladezeit weiter nach oben. In dieser HowTo Reihe geht es genau darum: wie man einen richtig schnellen WordPress Blog unter Linux (Debian / Ubuntu) aufsetzt – und das von der Wahl des Servers über dessen Konfiguration bis hin zu WP Plugins.

speedtest


 

Überblick von Teil 1

  • Die Wahl des Server-Standorts
  • Die Wahl des Providers
  • Die Wahl des Servers
  • Die Wahl der Distribution

 

1. Die Wahl des Server-Standorts

Der Standort des Servers sollte möglichst nah am Standort der meisten Besucher sein. Da dieser Blog auf deutsch ist, kommen die meisten Besucher aus Deutschland, Österreich und vereinzelt auch aus der Schweiz. Daher würde sich der Standort USA nicht für eine kurze Ladezeit eignen, da die Latenz recht hoch und die Netzwerkgeschwindigkeit relativ niedrig ist. Stattdessen eignet sich ein Rechenzentrum in Deutschland, kommen die meisten Besucher aus Deutschland. Zwar kostet ein Server in DE mehr und bietet gar schlechtere Spezifikationen als ein Server in den USA für den gleichen Preis, die Ladezeit wird’s einem aber danken. Betreibt man also nicht gerade einen Offshore Blog, in dem es um Sachen geht, bei dem die Gesetzeslage nicht gerade in jedem Land produktiv ist, sollte der Standort möglichst nah an dem der meisten Besucher sein.

2. Die Wahl des Providers

Mindestens genauso wichtig die Wahl des Standorts. Hat man einen sehr günstigen VPS / Dedizierten bei einem schlechten Provider, kann die Konfiguration noch so hochperformant sein – wenn der Provider einfach veraltete Hardware verwendet, überbucht bis sonst wo hin und noch laufend Downtimes mit sich bringt, wird der eigene Blog weder sonderlich schnell, noch größtenteils verfügbar sein.

Hier ein paar Provider, die ich definitiv empfehlen kann:

ramnode1

(c) RamNode LLC

RamNode – exzellenter Provider | Standorte: New York, Atlanta, Seattle, Los Angeles und Amsterdam

dediserve

 

(c) Dediserve Ltd

DediServe – sehr guter Provider | Standorte: Los Angeles, Texas, Chicago, New York, Irland, 2x London, Amsterdam, Frankfurt

digitalocean1

 

(c) DigitalOcean Inc.

DigitalOcean – bekannter, guter Provider | Standorte: New York, San Francisco, Singapore, London, Amsterdam

Weitere Provider / -listen finden sich [HIER] und [HIER].

Der Provider sollte ein gewisses Ansehen haben und schon ein paar Jahre operieren.

3. Die Wahl des Servers

Was der Server an Spezifikationen haben sollte, kommt stark auf den Ansturm auf den Blog an. Ist der Blog sehr klein und hat am Tag nur ein paar Besucher zu erwarten, kommt man auch mit einer mittelmäßigen CPU, recht wenig RAM und Traffic gut klar. Ist der Ansturm dagegen groß, ist es genau anders rum: starke CPU, mehrere Kerne für die Lastverteilung, gut RAM, dass gut gecachet werden kann und gut Traffic. Eine SSD als Speicher sollte auf jeden Fall bevorzugt werden, da sie viel höhere Schreibe- / Leseraten ermöglichen und dadurch die Gesamtperformance verbessern.

Hier die Spezifikationen eines Servers, die für einige Besucher / Tag reichen dürften:

1 – 2 vCores, möglichst von einem Xeon E3 oder E5

256 – 512MB RAM

300GB Traffic @ 1GBit oder stabilen 100MBit

Eine Größe der SSD habe ich absichtlich nicht angegeben, da diese schließlich voll und ganz daran bemessen werden muss / sollte, wie groß alle Daten des Blogs sind. Das Gleiche gilt für den Traffic: enthält der Blog große Dateien wie z.B. hochauflösende Videos oder viele, große Bilder, darf der Traffic nicht zu knapp bemessen sein.

Die Port Geschwindigkeit darf ebenso nicht zu niedrig sein, denn dann kann der Server wieder mal noch so schnell sein – wenn die Daten nicht schnell „raus kommen“, ist die Ladegeschwindigkeit trotzdem niedrig.

4. Die Wahl der Distribution

Wer schon ein paar Guides von mir gelesen hat, wird gemerkt haben, dass ich quasi immer eine Distribution nutze, welche auf Debian basiert. Daher Ubuntu oder Debian selbst. Unter den beiden wiederum bevorzuge ich Debian, da es minimaler ist. Ubuntu dagegen hat in den Repositories meist neuere Pakete und ist vereinzelt noch einen Ticken einfacher zu bedienen. Wer dagegen auf RHEL basierte Systeme steht, nutzt diese. Meiner Meinung nach sind Distributionen wie CentOS das Windows unter Linux, da es groß, schwer und beladen ist und Sicherheit durch Komplexität erreicht.

[HowTo] High Performance WordPress Server aufsetzen | Teil 1
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