Manche Sachen als Torrent zu laden kann durchaus Vorteile haben: so können manche Sachen von OCHs (One click Hostern, daher „normalen“ Filehostern) garnicht mehr verfügbar sein, da sie gelöscht wurden. Oder sie sind noch verfügbar, die „Sache“ ist aber mehrere GB groß und man hat keine Lust, für das eine sich gleich einen Premium Account bei diesem Hoster zu holen oder mit Geschwindigkeiten um die 50kb/s zu laden…und selbst dabei nur 1 Datei alle paar Stunden. Oder was es auch gibt: manches gab es nie bei OCHs. Soviel zu den Vorteilen. Der größte Nachteil an P2P ist, dass jeder Peer die IP Adresse jeden anderen sehen kann. So braucht eine Firma nur die Liste an Peers überwachen, die IPs mit Datum und Uhrzeit an eine Anwaltskanzlei des Vertrauens übergeben und wenn man nicht schlau war, hat man etwas später eine Abmahnung über ggf ein paar 1000 Euro am Hals (ganz so läuft es normal nicht, ist nur ungefähr so gemeint). Und wie ist man jetzt „schlau“? Mit ein paar Tricks, die ich im folgenden erklären werde.

Vorweg aber: ich verweise auf die beiden großen Buchstaben bei „sicherER“. Diese Tricks machen das Laden weniger erlaubter Inhalte nicht 100% abmahn- / sicher! Alles was man tut, geschieht immernoch auf eigene Gefahr und ich übernehme keinerlei Haftung für Richtigkeit, „Aktuellheit“, Sicherheit oder Sonstiges!

So, aber jetzt zu den Tipps und Tricks:

– Ich empfehle, Torrents nicht mit dem eigenen, heimischen PC zu saugen. Stattdessen einen Server in Buxdehude bei einem Offshore Provider nehmen, welchen man mit einer anonymen Bezahlmethode a la Bitcoin, Paysafecard, UKash usw zahlt, den man über ein gutes VPN bestellt hat und den man auch nur über VPNs (wenn nicht geradezu TOR) nutzt. „Echte“ Offshore Anbieter schreiben bei der Registrierung sogar, dass es ERLAUBT ist, falsche Daten anzugeben (daher Name, Adresse usw). Andere bieten erst gar keine Felder für mehr, als eMail Adresse (welche dann nicht einmal bestätigt werden muss) und Passwort.

– Auch sehr nützlich kann ein Provider sein, der Server mit sehr kurzer Mindestlaufzeit (daher auch < 1 Monat) anbietet. Hat man die Sache vom Tisch, so gehört einem der Server auch nicht mehr lange und man kommt garnicht in Versuchung, den Server auch für etwas anderes zu nutzen.

– Hat man nun seinen Provider gefunden, die Daten zu seinem neuen Server erhalten und alles nötige installiert, kann’s losgehen. Aber trotz allem sollte man ein Limit für die Upload Geschwindigkeit festlegen. Standardmäßig gibt es bei jedem Torrent Client nämlich keines. Das Problem bei P2P ist nämlich weniger das Saugen an sich, sondern die Bedeutung von P2P – Peer to peer. Beim Laden tut man gezwungenermaßen nämlich auch hochladen – nämlich an andere Peers. Handelt es sich um einen sehr großen Torrent von mehreren 10GB, so kann es durchaus vorkommen, das man einige GBs hochgeladen hat, bis man die Daten selbst vollständig auf der Platte hat. Denn genau darauf sind Hersteller bzw von denselben Beauftrage aus: auf die Uploader. Denn ohne die könnte auch niemand laden – macht Sinn. Lädt man dagegen nur, so werden Anwaltskanzleien usw nicht viel Interesse an einem haben, da es bei anderen, die viel mehr hochgeladen haben, weit mehr Geld zu holen gibt. Fazit: In den Einstellungen des Torrent Clients ein nicht allzu hohes Limit für die UL Geschwindigkeit festlegen. Ob das sozial ist, ist die andere Sache, sicherer für einen selbst ist es jedenfalls definitiv.

– Nach dem Download den Torrent stoppen. Ansonsten seedet der T. Client fröhlich vor sich hin und kann einem weniger fröhliche Kosten bescheren (siehe voriger Abschnitt).

– So, nun hat man die Daten vollständig auf dem Server…aber wie kommen die jetzt auf ein lokales Gerät? Am Einfachsten und meist auch ausreichend ist es, einfach Apache zu installieren, einen vHost anlegen der keine Logs anlegt (z.B. per „CustomLog /dev/null combined“) und es dann vom Server zu laden. Da man ja aber nie DIREKT mit seinem Server verbunden ist (wer Interesse am Weg der Daten von und zu seinem Server hat kann sich z.B. [HIER] die Traceroute anschauen) ist es wahrscheinlich, dass der eigene Server dann zwar nichts loggt, es dafür aber die Server dazwischen ggf tun. Daher möglichst trotz allem auch hier ein VPN verwenden.

– Was jedoch auch noch eine Möglichkeit wäre (die jedoch etwas umständlich ist und deren Nutzen etwas fraglich ist): die Daten in gesplittete, Passwort geschützte Archive packen (mit 7z geht das gut, siehe [HIER]) und auf einen sicheren OCH hochladen (hierbei darauf achten, kryptische oder harmlos wirkende Dateinamen zu verwenden). Ja, genau. Vom Server auf einen Filehoster hochladen. Und wie man es DANN auf den eigenen PC bekommt dürfte klar sein 🙂

– Anschließend alle Daten vom Server löschen (oder gar „schreddern“, siehe [HIER]) und auch vom OCH entfernen.

Wenn man all dies befolgt, hat man als Leecher der kaum etwas hochgeladen hat kaum etwas zu befürchten. Oft verläuft selbst das Leechen mit dem eigenen PC ohne VPN problemlos, aber nach abgeschlossenem Download den Torrent zu stoppen und während dem DL ein Limit für die UL Geschwindigkeit zu setzen ist dennoch Pflicht für etwas mehr Sicherheit – wenn auch nicht sehr sozial anderen Peers gegenüber.

[HowTo] Torrents sicherer laden
Markiert in:                                                                                                         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.